Kuala Lumpur

Kuala Lumpur, die Stadt mit den Petronas Towers. Und sonst? Wir konnten uns ehrlich gesagt nichts unter Kuala Lumpur vorstellen. Wir hatten, wie vermutlich Viele, eine große Stadt mit den Petronas Towers im Kopf. That's it? Denkste!

Wenn man landet, ist es so wie fast überall auf der Welt. Flughäfen ähneln sich wie ein Ei dem anderen. Die Stimmung scheint immer die gleiche zu sein und die Wartezeiten bei Ankunft in einem fremden Land (außerhalb der EU), scheinen auch immer gleich lang zu sein. Einreisekärtchen ausfüllen, Passport-Kontrolle und immer schön die Kamera schauen, damit auch jedes Land dieser Welt ein biometrisches Foto von einem hat.

In KL angekommen, nimmt man am besten den KLIA-Express (eine Straßenbahn) vom Flughafen in die City, das ist günstig und bequem und dauert in etwa so lange wie mit dem Taxi durch den Stadtverkehr zu kriechen. Es ist auch hier so, wie überall auf der Welt - kein Taxi am Flughafen nehmen! Das ist teuer und die Verhandlungen mit den Taxifahrern sind zäh. Vor allem, wenn man nach einer langen Reise weichgespült ist und keine Lust auf Verhandlungen hat.

Wir hatten unser Hotel in Chinatown gebucht, weil dieser Stadtteil der günstigste in Kuala Lumpur ist. Später durften wir auch erleben, dass dieser auch der schönste Stadtteil der City ist.

Zu Kuala Lumpur: Wie fast jede Großstadt ist auch KL nicht wirklich für Kinder geeignet. Wo es in Deutschland noch viele Parks oder Grünanlagen mit Spielplätzen gibt, sind diese in KL rar. Zudem mögen wir Städte, in denen man auch größere Distanzen zu Fuß überwinden kann. In denen man über Bürgersteige flanieren und den Charakter der Stadt aufsaugen kann. NewYork oder Melbourne sind z. B. solche Großstädte, die man wunderbar zu Fuß erkunden kann.
Kuala Lumpur oder Bangkok zählen nicht dazu. Diese Städte sind voll und ganz auf den motorisierten Verkehr ausgelegt. Es gibt kaum Gehwege und große Straßen, lassen sich meist nur über Umwege und Brücken über- oder unterqueren. Für Besucher mit Kindern (besonders mit Kinderwagen) ist Kuala Lumpur kaum zu begehen. Das beliebteste Fortbewegungsmittel ist hier das Taxi oder etwas günstiger der Bus, wenn man kein eigenes Auto hat.

Dennoch gibt es ein paar schöne Ecken, die man sich anschauen sollte. Zum einen sind das die Petronas Towers, die man von überall in der Stadt aus sehen kann. Diese gigantischen Zwillingstürme mit ihrer eigenartigen Architektur und Fassade sind einfach wahnsinnig schön und der Park vor den Türmen lädt zu einem entspannenden Spaziergang ein. Man kann auch bis zur Brücke zwischen den Türmen hoch fahren, allerdings sollte man früh morgens da sein und sich die Tickets sichern, da diese vor allem am Wochenende, schnell vergriffen sind. Wir hatten leider Pech und konnten nicht mehr hoch fahren. Die 20€ pro Person (!!!) haben wir dann anderweitig investiert und Bela einen Nachmittag im Aquarium, direkt neben den Türmen gegönnt.

Die Batu-Caves liegen am Rande der Stadt und sind mit der Straßenbahn von Chinatown aus direkt zu erreichen. Man fährt etwa 25 Minuten quer durch die Stadt und steigt an der Endstation aus. Sofort wird man von Affen begrüßt, die um die Höhlen herum und zum Teil auch in den Höhlen leben. Die beeindruckendste Höhle von allen, ist die kostenlose Haupthöhle, in der in buddhistischer Tempel steht und die nur über eine steile Treppe mit 272 Stufen erreicht werden kann. 272 Stufen, in der Mittagshitze bei 33°C und fast 100% Luftfeuchte und das mit einem kleinen Kind. Klingt nach Spaß? Lohnt sich! Die Höhle ist einfach der Wahnsinn - zum Teil nach oben geöffnet, wodurch die Sonnenstrahlen ein faszinierendes Schauspiel veranstalten und die Tauben, Fledermäuse und Affen dieses Theater der Natur komplettieren.

Zu guter Letzt noch Chinatown. Wir haben in CT direkt auf der Petaling Street gewohnt, wo jeden Tag ab 16:00 Uhr ein riesiger Markt ausgebaut wird. Auf diesem Markt bekommt man, neben vielen gefälschten Uhren, Sonnenbrillen, Unterhosen und Klamotten, auch Früchte und etwas Street-Food. Wie der Name schon sagt, gibt es hauptsächlich chinesische Küche aber auch die asiatischen Standard-Gerichte wie gebratene Nudeln oder gebratenen Reis.
Ein ausgedehnter Spaziergang über den Markt lohnt sich. Auch wenn man die Kinder davon abhalten muss all die tollen, bunten Spielsachen anzufassen.

In KL haben wir uns in einer der vielen riesigen Malls noch mit Sachen ausgestattet, die wir vergessen hatten oder die kaputt gegangen sind. Becher und Teller haben wir geholt, weil wir sie vergessen hatten und eine Stirnlampe musste ersetzt werden.

Nachdem wir "alle" Sehenswürdigkeiten abgeklappert und alle Erledigungen gemacht hatten, ging es auf die 5-stündige Busreise nach Penang - Georgetown.