Georgetown und Langkawi

Kuala Lumpur, die Stadt mit den Petronas Towers. Und sonst? Wir konnten uns ehrlich gesagt nichts unter Kuala Lumpur vorstellen. Wir hatten, wie vermutlich Viele, eine große Stadt mit den Petronas Towers im Kopf. That's it? Denkste!

Eine etwa fünfstündige Busfahrt bringt einen bis vor die Insel Penang, die hauptsächlich aus dem Ort Georgetown besteht. Die Fähre ist sehr günstig und braucht nur etwa eine halbe Stunde um das Eiland zu erreichen.
Was kann man in Georgetown machen, haben wir die Leute in unserem Hostel gefragt. Einhellige Meinung: Essen. Wer gut und abwechslungsreich essen möchte, bleibt hier. Little India, Chinatown und andere kleine Viertel bieten internationale Küche, die abwechslungsreicher nicht sein kann. Wir haben uns ein paar Tage durchprobiert und einen kleinen Ausflug zu einem Strand im Norden gemacht - mehr als ein paar Tage reichen vollkommen.
Von Penang aus kommt bestens nach Langkawi. Entweder man nimmt die Fähre auf’s Festland, fährt dann mit einem Bus in den Norden und nimmt dann wieder eine Fähre oder man zahlt, wie wir, ein paar Ringgit mehr und nimmt die Fähre, die direkt fährt. Diese Variante ist viel schneller und und wirklich nur wenig teurer.

Auf Langkawi warten, wie an jedem Fähranleger in Südostasien, zig Taxifahrer und versuchen einem eine Taxifahrt anzudrehen. Anders als in anderen Orten, kann man hier direkt ein Taxi nehmen, da die Preise zu den verschiedenen Orten der Insel festgelegt sind. Andernorts muss man aufpassen, die ersten Taxis sind meist die teuersten - gar nicht ansprechen lassen, ignorieren und am besten erst mal etwas essen gehen und warten bis der erste Andrang vorbei ist. Meist sind dann die unaufdringlichen, netten Taxifahrer übrig.

Wir hatten eine kleine Unterkunft an einem der belebtesten Strände Langkawis gebucht - „Geckos“. Die Lage ist perfekt um von dort aus die Insel zu erkunden. Man hat zahlreiche lokale und internationale Restaurants und bekommt vom Burger über Falafel bis hin zu großartigem Nasi Goreng alles was das Herz begehrt. Wir haben in der Nähe unseres Hostels ein kleines Restaurant mit lokaler Küche gefunden, in dem wir jeden Tag zumindest gefrühstückt haben. Zudem gab es dort einen Scooter-Verleih mit dem vielleicht coolsten Vermieter der Insel, dem „Chief“. Absolut ehrlicher, netter Kerl, der einen nicht abzockt und faire Verleihpreise für gute Scooter anbietet.
Der „Chief“ und Bela haben sich sofort angefreundet und wenn der Chief sich einen Eiskakao geholt hat, war Bela der erste, der trinken durfte.

Auf Langkawi gibt es sehr viel Natur zu sehen. Unzählige Wasserfälle, teils wild, teils bebaut. Unberührter Regenwald, Delfine, Otter, Schlangen und Affen überall. Die Erkundung auf eigene Faust ist zu empfehlen, da die geführten Touren viel zu teuer sind.

Eine Unterbrechung unseres Aufenthaltes auf Langkawi haben wir uns erlaubt und haben zwei Nächte auf einer fast einsamen Insel verbracht. Einziger Einwohner ist „Zen“, der in einer Hütte aus Treibholz lebt und gerne Besucher empfängt. Wir durften zwei Nächte an und in seiner Hütte am Strand schlafen. Einer der schönsten und vor allem ruhigsten Orte, die wir auf unserer Reise besucht hatten. Zen kochte den ganzen Tag für uns und die anderen drei Besucher. Immer frisch und immer lecker. Oftmals Reis mit lokalen Gewürzen, aber auch frische Shrimps oder gesammelte Muscheln oder Pancakes à la Zen (mit gemahlenem Fisch). Sehr, sehr lecker!
Die erste Nacht im Zelt war etwas nass, da es regnete wie aus Eimern und unser Zelt undicht war. Wir verbrachen dann den Rest der Nacht in seiner Hütte. Die zweite Nacht deutete sich wieder Regen an, weshalb wir direkt in der Hütte geblieben sind.
Trotz der anstrengenden Nächte, hatten wir eine geile Zeit mit den netten Besuchern und den Seglern, die in der Bucht vor Anker lagen und tagsüber die Insel besuchten. Bela hatte seinen Freund „Louis“, der mit seinem Vater und seiner Mutter die Welt umsegelt und wir hatten Freude mit Robert (Louis’ Papa) und anderen außergewöhnlichen Charakteren, die immer wieder die Insel besuchten.